Die Utopie der Widerspenstigen. 40 Jahre Longo maï

Unter dem Motto «Roden statt Reden» gründeten 1973 etwa dreissig Schweizer, Österreicher und Franzosen die Kooperative Longo maï in der französischen Provence und übernahmen drei verlassene Bauernhöfe. Die Landkommune wurde und wird bis heute als Gegenentwurf zur kapitalistischen Ausbeutung in den Unternehmen betrieben – ohne Lohnarbeit auf Basis der Selbstverwaltung.
Mit der Landwirtschaft als primären Erwerbszweig ist eine einzigartige Praxis einer alternativen Lebensgestaltung entstanden, der in allen ihren Aspekten und Dimensionen etwas Utopisches anhaftet. Dazu gehört die Art der Konsensfindung in der Gruppe ebenso wie das komplexe ökonomische System der selbstverwalteten Kooperativen untereinander.